Wenn wir das Dojo betreten, betreten wir das Reich der Praxis.
Indem wir mit offenem Herzen das Reich der Praxis betreten,
verändert sich unsere innere Situation:
das Universum ist unmittelbar mit uns.

Eigentlich ist das Universum immer mit uns, doch im Lärm
des Alltäglichen nehmen wir es nicht mehr war.

Wenn wir im Dojo zum ersten Mal zum Beispiel mit dem
Kyosaku gehen oder ein Räucherstäbchen übergeben,
ist es so, als ob das Universum uns von außen betrachten
würde, und am Anfang macht uns das vielleicht nervös.
Doch wenn wir uns einfach mit offenem Herzen dem widmen,
was wir tun, entsteht in uns selbst eine Präsenz der Stille
und dann wird das Reich der Praxis zur Welt des So-Seins.

Augenblicke des So-Seins schaffen etwas Klares,
Reines in unserem Leben und dadurch erhält unser Leben
Richtung und kann zum Weg werden.

Mit der Zeit wird dann klarer, was es bedeutet:
Praxis und Verwirklichung sind nicht zwei.



Aus dem Kusenheft
„Die Präsenz des Geistes und das Wunder des Universums",
Dojo Berlin, 2023, von L.Tenryû Tenbreul