Es gibt den Ausdruck: „Zazen selbst ist der reine Körper des Buddha".
Dieser reine Körper ist direkt jenseits von rein oder unrein.
Er ist die reine, klare Aktivität des Universums als dieser Augenblick,
durch keine Form auf besondere Weise begrenzt.

  Wenn unsere Aktivität oder die Aktivität des Zazen reine Aktivität wird,
reine, ruhige Präsenz, gibt es darin keine Vorstellung von Körper oder „ich"
-es ist einfach die reine Präsenz, die die zehn Richtungen ausfüllt.
Das nennt man im Weg „die ursprüngliche Verfassung der Dinge".

  Die Haltung des Zazen wurde übermittelt als die klare Form oder das klare
Gefäß dieser Aktivität. Denn diese Haltung ermöglicht ein Gleichgewicht
jenseits jeder Vorstellung von Gleichgewicht. Die Zazen-Haltung ermöglicht
es, den Schnittpunkt von Ruhe und Bewegung direkt zu berühren. Deshalb
gibt es diese konkrete Form, und gleichzeitig wird in der Form jede
Begrenzung transzendiert. Deshalb, sagt Dogen Zenji, gibt es
keinen Buddha, der dies nicht durch Zazen verwirklicht hat.

Aus dem Kusenheft "Im Strom der kosmischen Ordnung", 2019
von L.Tenryu Tenbreul